Lissabon Lissabon Marathon 2002


Mit sehr viel bleibenden Eindrücken kehrten die Angehörigen des LV Deggendorf vom Portugalausflug zurück. Der diesjährige Vereinsausflug führte die 30 LV’ler nach Lissabon, wo 16 von Ihnen am dortigen „Marathon da Cidade de Lisboa“ (Stadtmarathon von Lissabon) teilgenommen haben.
Um es gleich vorweg zunehmen, der Ehrgeiz stand dieses Mal nicht unbedingt im Vordergrund der Reise. Einerseits waren einige Teilnehmer verletzungs- bzw. krankheitsbedingt nicht in der Lage Topleistungen zu bringen, andererseits musste man feststellen, dass der Marathon lauf in Lissabon nicht den Stellenwert anderer europäischer City-Marathons besitzt. Am 1. Dezember gingen am „Praca Dom Pedro“ zwar über 2000 Läufer und Läuferinnen an den Start, aber die meisten legten nur die 10 km bzw. die Halbmarathonstrecke zurück. Übrig bleiben am Ende nur 600 Marathonis, davon wie bereits erwähnt die 16 Deggendorfer.
Auch das Medien- und Zuschauerinteresse ließ sehr zu wünschen übrig. Dazu kam auch noch eine verhältnismäßig unattraktive und windanfällige Pendelstrecke (2x Halbmarathon) stadtaus- und wieder stadteinwärts. International fehlte obendrein das Klassefeld. Der Sieger Kosgei aus Kenia siegte in der Zeit von 2:15,35 Stunden. Die schnellste Frau, Fatima Silva aus Portugal legte die Strecke in 2:35,20 Stunden zurück. Positiv zu bewerten ist, dass alle gestarteten Deggendorfer auch das Ziel am Praca de Comercio“ erreichten.
Das Rahmenprogramm der Deggendorfer Ausflügler war natürlich sehr breit gefächert.
Nach der Einquartierung am Ausflugstag im Comfort- Hotel Principe im Stadtteil Saldanha erklomm man bereits nachmittags einen kleinen Teil von Portugals Hauptstadt. Die LV’ler brauchten nichtlange um festzustellen, dass die Lage Lissabons am Ufer der Tejo- Flusses einmalig ist und die Beschreibung in einem Reiseführer wirklich zutrifft:
Nicht nur die herausragende Lage fasziniert, sondern ganz besonders auch die Atmosphäre, in die einen die portugiesische Metropole eintauchen lässt. Noch ist etwas zu spüren von der alteuropäischen Hauptstadt, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, von dem viel zitierten maroden Charme der Jahrhundertwende und einem besonderen Maß an Menschlichkeit.
Beim Gang durch die zentralen Stadtviertel Alfama, Bairro Alto und Chiado fand man alles was man suchte, alte Cafe- und Kneipeneinrichtungen, kleine Läden, in denen man eigentlich alles kaufen kann und vor allem eine sehr große Freundlichkeit der einheimischen Bevölkerung.
Nach einer kurzen Laufeinheit am Freitagmorgen stärkten sich die Deggendorfer bei einem ausgiebigen Frühstück, bevor sie den Anstieg zum „ Castelle de Sao Jorge“ wagten. On hier hatten sie einen hervorragenden Blick über die gesamte hügelige Innenstadt, über die Ponte 25 de Abril (Brücke des 25. April) und den „Monumento Cristo Rei“ bis hin zum Atlantik.
Weitere Sehenswürdigkeiten Lissabons, die erobert worden sind, waren das Oceanario und das Gelände der Expo  von 1998 mit dem 100 m hohen „ Torre Vasco da Gama“ , der Ortsteil Belem mit dem Endeckerdenkmal, dem „Torre de Belem“, mehrere Museen und nicht zu vergessen dem Antiga Confeitaria de Belem, einem Cafe aus dem 19. Jahrhundert in dem es die bekannten „Pasteis de Belem“ (warme Blätterteigtörtchen mit Pudding) gibt.
Am Tag vor dem  Marathon war man dann nicht mehr so lange auf den Beinen. Es wurden öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Da haben sich die schon fast 100 Jahre alten und ehrwürdigen Trambahnen, museumsreifen „Electricos“ angeboten. Eine Fahrt mit der Nr. 28, der berühmtesten, längsten und selbstverständlich schönsten Lissabons war natürlich Pflicht. Abends trafen sich alle Marathonläufer bei der Nudelparty in einem großen Zelt.
Am Sonntag fand, wie bereits beschrieben der Marathon, bei idealem Laufwetter statt. Abends gingen die LV’ler zum gemeinsamen Abendessen in ein kleines Restaurant in der Baixa.
Der Montag stand, nach einem morgendlichen Auslaufen, zur freien Verfügung. Am Dienstag bracht man zu einem kleinen Ausflug mit dem Bus auf. Zunächst erreichte man Sintra, ein kleines Städtchen mit außerordentlich mildem und angenehmem Mikroklima. Danach ging es an den Atlantik zum „Cap Roca“, dem westlichsten Teil des europäischen Festlandes und über Cascai und Estoril wieder nach Lissabon zurück.
Nach einem ruhigen Flug mit der deutschen Lufthans landeten die Ausflügler am Mittwochabend ohne Zwischenfälle auf dem Flughafen München, wo sie zunächst nichts als froren- ein Grund mehr vielleicht wieder zurückzukehren in den Süden in das schöne „Lisboa“, mit seinen angenehmen Teperaturen.


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