Aktuelles

Wolfgang Scheingraber und Donath Mathea sind LV-Vereinsmeister 2020

von dem Presseteam

Wolfgang Scheingraber und Donath Mathea beim Zieleinlauf

Bei der Ausrichtung der Vereinsmeisterschaft ging die Vorstandschaft des Laufvereins Deggendorf dieses Jahr abermals neue Wege. In der Vergangenheit wurden die Vereinsmeister wiederholt im Triathlon im Rahmen auswärtiger Wettkämpfe ermittelt. Im vergangenen Jahr stand ein 3000m Lauf auf dem Programm. Dieses Jahr wollten die Organisatoren die Veranstaltung wieder etwas variieren. Diesmal bildeten jeweils zwei Vereinsmitglieder ein Team. Dieses benötigte außer zwei Paar Laufschuhen noch genau ein Fahrrad, das abwechselnd genutzt werden musste. Die Teams wurden dann vom Haidhof aus auf die rund 7km lange Rundstrecke geschickt. Während dieses Rundkurses mussten sich dann die beiden Teammitglieder mit der Benutzung des Fahrrads in regelmäßigen Abständen abwechseln. Auf diese Weise hatte die Vereinsmeisterschaft den Charakter eines läuferischen Intervalltrainings, bei dem sich der Radfahrer jeweils etwas erholen konnte und bei Bedarf seinen Läufer anfeuern konnte. Bevor allerdings die Ziellinie überquert werden konnte, mussten die beiden Läufer dann noch eine Stadionrunde (400m) am Haidhof gemeinsam ohne Radl drehen.
Insgesamt meldeten sich 30 (überwiegend gemischte) Teams mit 60 Startern aus fast allen Altersklassen. Sie trafen sich mit den Organisatoren des LV Deggendorf um den ersten Vorsitzenden Peter Pisinger und der 2. Vorsitzenden Julia Pisinger am Samstag, den 3. Oktober im Haidhof auf dem Gelände des TSV Natternberg.

Laura Kehl-Waas und Maxime Chiris

Es herrschten zwar gute (Lauf & Radl-)Temperaturen für den Wettkampf, jedoch blies ein frischer Wind, der sich den Teilnehmern auf dem Rundkurs immer wieder mal entgegenstellte. Nach einem kurzen Aufwärmen und Begrüßung durch den Vorstand ging es dann mit viel Elan auf die Strecke. 7,5 Runden auf der Bahn. Bereits nach 24:41 min:sec lief das Team „Roadrunner“, bestehend aus Wolfgang Scheingraber und Donath Mathea, über die Ziellinie und wurde so Vereinsmeister 2020. Ihnen folgte bereits nach 25:03 min:sec das Team „Trailrunner“ mit Jessica Kraus und Christoph Drexler als neue Vereinsvizemeister.
Besonders erfreut waren die Organisatoren über die Tatsache, dass sich rund doppelt so viele Mitglieder zur Vereinsmeisterschaft angemeldet haben wie im Vorjahr. Das Teilnehmerfeld spiegelte dabei auch die Vielfalt der Vereinsmitglieder wider: Jung and alt (von 8-81 Jahren) nahmen genauso als Teams teil wie Familien und (Lauf-) Freunde.
Nach dem Lauf und einer erfrischenden Dusche trafen sich die Organisatoren und die Läufer in der Sportgaststätte des TSV Natternberg zum gemütlichen Beisammensein. Hier fand in heiterer Atmosphäre die Siegerehrung der Vereinsmeister in den angetretenen Altersklassen statt. Zudem erhielt jeder Teilnehmer der Vereinsmeisterschaft als "Zielprämie" eine Pizza zur Stärkung. Nach der Siegerehrung saßen die LV Athleten noch in harmonischer Runde bei Gesprächen bis in die frühen Abendstunden beisammen, wo über die vergangene Saison und zukünftige Pläne geplaudert wurde. Der Vorstand freute sich über den gelungenen Verlauf der "neuen" Vereinsmeisterschaft und freut sich auf eine noch stärkere Beteiligung seiner (jüngeren) Vereinsmitglieder im kommenden Jubiläumsjahr, wenn der LV Deggendorf seinen 30. Geburtstag feiert.

Laufend fit durch den Winter

von dem Presseteam

Schnupper Lauftreff beim LV Deggendorf am 19. & 22. Oktober

Der Laufsport ist schon seit längerer Zeit eine Trendsportart, die viele Anhänger gefunden hat. Mittlerweile gehören die Hobbyläufer zum gewohnten Bild in Parks, Wäldern oder an der Straße. Für diesen Hype gibt es viele gute Gründe: Der Laufsport fördert die Gesundheit auf verschiedenste Weise, ist günstig und vor allem unkompliziert. Außerdem stellt das Laufen die Grundlage für viele andere Sportarten dar. Die anhaltende Corona Pandemie hat natürlich auch erhebliche Auswirkungen auf den Freizeitsport. Der Zutritt zu Sportstätten wie Turnhallen ist eingeschränkt, zahlreiche sportliche Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Dieses hat dazu geführt, dass viele Freizeitsportler den Laufsport für sich entdeckt haben allein in den vergangenen Wochen und Monaten ihre Runden in und um Deggendorf gedreht haben. Mit dem Herbst steht nun die dunkle und bisweilen auch nasse Jahreshälfte vor der Tür. Da fällt es manchen schon einmal schwer, sich von der Couch zu erheben und die Laufschuhe wieder anzuziehen. Wie schnell ist dann die Fitness der vergangenen Wochen verschwunden und sind anstelle dessen ein paar Kilos auf der Waage hinzugekommen. Für alle, die dennoch gesund und fit durch den Winter kommen möchten, stellt das Laufen in der Gruppe ein interessantes Angebot dar. Bei den Lauftreffs, die der Laufverein Deggendorf regelmäßig anbietet, trifft man sich mit Gleichgesinnten und Gleichtrainierten. Dabei besteht keinerlei Leistungsdruck durch ein Trainingsprogramm. Man kann jederzeit einsteigen und beim „Laufen ohne zu Schnaufen“ sich gegenseitig austauschen und gleichzeitig seinem Körper, Geist und Seele etwas Gutes tun. Dabei verlieren kühlere Temperaturen und Regentropfen dann schnell ihren Schrecken. So entstehen beim gemeinsamen Laufen aus Bekanntschaften auch immer wieder (Sport-) Freundschaften. Dieses Angebot möchte der Laufverein Deggendorf nun allen Interessierten am Laufsport machen. Alle Läufer, unabhängig von einer Vereinsmitgliedschaft, sind am 19. und 22. Oktober herzlich eingeladen, um 18.00 Uhr eine Runde von 6-10 km gemeinsam mitzulaufen. Treffpunkt ist am Donau Wald Stadium, wo die Mitglieder des LV Deggendorf an ihren hellblauen Trikots leicht zu erkennen sind.

Siebenfacher Ultramarathon am Neckar

von dem Presseteam

Frank Reichl Drittplazierter nach 379 km

Am Samstag, den 29. August 2020 machte sich Frank Reichl vom LV Deggendorf auf den Weg zum 1. Neckarlauf 2020. Dieser sollte ihn in sieben Tagen mit dem Rhythmus „laufen – essen – schlafen“ entlang des Neckars über 379 km an sein Ziel führen. Dabei mussten nach dem Start um 7.00 morgens durchschnittlich am Tag 54 km gelaufen werden. Dabei sind solche Belastungen für Frank Reichl keineswegs ungewöhnlich. Bereits zweimal absolvierte er in den vergangenen Jahren den Deutschlandlauf, bei dem in etwa 3 Wochen über 1000 km zurückgelegt werden.
Aufgrund der aktuellen Situation durch die Corona Pandemie war es der guten Organisation um Thomas Dornburg und seinen Helfern zu verdanken, dass der Lauf überhaupt stattfinden konnte. Dafür war u.a. ein sehr gutes Hygiene- und Müllentsorgungskonzept erforderlich, das auch den Kontrollen durch das Ordnungsamt ohne Weiteres standhielt.

Der Lauf startete am Sonntag, den 30.08.2020 mit 58 Teilnehmern im Alter von 22 bis 80 Jahren, darunter 14 Damen. Die Strecke führte sie über 7 Etappen vom Neckarursprung bei Villingen-Schwenningen schließlich zur Neckarmündung nach Mannheim. Dabei wurden auch einige große Städte wie z.B. Stuttgart, Heilbronn und Heidelberg durchquert. Hier wurde von den Veranstaltern darauf geachtet, dass die Läufer beispielsweise sehr wenige bzw. keine Ampeln in den Städten zu überqueren hatten, was für die Läufer recht angenehm war, da sie nicht ständig bei Rot stehen bleiben mussten. Insgesamt war die Strecke sehr schön und abwechslungsreich abgesteckt und erleichterte so den Teilnehmern die Anstrengungen besser zu ertragen. Das Wetter bescherte an den ersten drei Tagen Regen, besserte sich dann aber im Verlauf.

Übernachtet wurde in Turnhallen, was für einen Etappenlauf gut geeignet ist, da es hier ausreichend Platz für die Schlafplätze und Gepäckunterbringung gibt und auch die Möglichkeit zum Trocknen der Kleidung besteht. Leider wurden aufgrund der aktuellen Lage zwei Hallen abgesagt, so dass in Tübingen und bei Neckargmünd auf Zelte ausgewichen werden musste. Die Verpflegung wurde komplett vor Ort zubereitet und an individuelle Wünsche der Teilnehmer angepasst. Das hatte den großen Vorteil, dass jeder Teilnehmer jederzeit ausreichend essen konnte und auch die langsameren Sportler immer eine frisch zubereitete warme Mahlzeit hatten. Daher hatte Frank Reichl während des Laufes auch ein Auge darauf, nicht noch Gewicht zuzunehmen. Diese organisatorischen Details zeigen aber auch, mit wie viel Herzblut die Ausrichter die Veranstaltung geplant haben, sodass schließlich auch 48 stolze Teilnehmer den Lauf am Zielort beenden konnten.

Mit dem Verlauf des Rennes war der LVler sehr zufrieden. Er konnte das Tempo von der ersten bis zur letzten Etappe konstant durchlaufen und die letzten Etappen jeweils als Zweiter beenden. Nach sieben Tagen schaffte es Frank Reichl nach 37 Stunden und 46 Minuten als Gesamtdritter mit 4 Minuten Rückstand auf den Zweiten auf das Podest.

Foto 1 (Frank Reichl)
Foto 2 v.l.n.r.: Frank Reichl (3. Platz), Karl-Heinz Dravec (1. Platz), Michael Kiene (2. Platz)