Aktuelles

LV Veranstaltungen 2019:

24.03.19 Halbmarathon mit Niederbayrischer Meisterschaft, 7 km Lauf, 4 km Jugendlauf, 1 km Schülerlauf
19.05.19 Triathlon, Olympische Distanz mit Niederbayrischer Meisterschaft, Sprintdistanz
20.07.19 Zwei-Brücken-Lauf, 4,2 km, 8,4 km

Mitglieder vom LV Deggendorf am absolvieren Halbmarathon und Marathon

von dem Presseteam

Saisonabschluss am Bodensee und Main

Das LV Trio Christin Scheungrab, Gerhard Mittermaier und Andreas Mandel hatten sich zum Ende der diesjährigen Laufsaison noch ehrgeizige Ziele gesteckt. Zum einem stand ein Halbmarathon in Lindau am Bodensee und zum anderen als Abschluss der Mainova City Marathon in Frankfurt auf dem Programm.
Zunächst starteten die drei zusammen mit Franz Fischer beim Skinfit Halbmarathon im Rahmen des Sparkasse 3 Länder Marathons in Lindau am Bodensee am siebten Oktober. Insgesamt nahmen an der Veranstaltung rund 9000 Läufer aus 51 Ländern teil. Beim Halbmarathon befand sich das Deggendorfer Quartett gemeinsam mit 2400 Sportlern am Start. Bei sonnigen 22 Grad ging es von Lindau am Ufer des Bodensees über 21,1 km nach Bregenz. Die sonnigen Temperaturen forderten die Läufer zum regelmäßigen Trinken auf, um während des Laufes auch den Panoramablick über den Bodensee und die Arie einer Opernsängerin auf der Seebühne genießen zu können. Glücklich erreichten alle unter 2 Stunden die Ziellinie (Christin Scheungrab 1:48:51 als 20. Ihrer Altersklasse (AK), Franz Fischer in 1:40:18 (17. AK), Andreas Mandel in 1:57:34 (77. AK) und Gerhard Mittermaier in 1:31:52 (22. AK).
Am 28.10. nahm das Deggendorfer Trio den Mainova City Marathon in Frankfurt in Angriff. Dieser Lauf fand nun unter anderen Vorzeichen statt: Das Wetter hatte sich auf 7 Grad deutlich abgekühlt und zusätzlich wehte ein böiger kalter Wind in der Mainmetropole. Auch die Teilnehmerzahl war mit 14000 noch einmal höher als am Bodensee. Die 42,2 km durch Frankfurts Innenstadt forderten die Deggendorfer bis an Ihre Grenzen. Verletzungsbedingt musste Gerhard Mittermaier bei 35 km aussteigen. Dies ist umso tragischer, da er mit 3:09 als geschätzte Zielzeit auf Kurs zu einer neuen persönlichen Bestzeit lag. Besser lief es dagegen für Christin Scheungrab bei Ihrer Marathondebüt: Sie konnte die Strecke sogar unter der "magischen" 4 Stunden Marke mit 3:57:22 bewältigen. Andreas Mandel konnte den Marathon in 4:17:22 erfolgreich finishen. Belohnt für Ihre an Anstrengungen wurden die drei Deggendorfer nach dem Rennen mit den persönlichen Kontakt zu den deutschen "Marathon-Promis" Arne Gabius (Inhaber des deutschen Marathonrekords), Sabrina Mockenhaupt (vielfache deutsche Meisterin auf diversen Langstrecken) und Herbert Steffny (Langstreckenläufer, -autor und -trainer (u.a. von Joschka Fischer)).

Nordic Walker des LV bei Veranstaltung in Písek

von Walter Körner

Neben sportlicher Betätigung auch interessantes Besichtigungsprogramm absolviert

Die NoWa-Gruppe des LV in Písek.

Am 20. Oktober 2018 fand im südböhmischen Písek, der Partnerstadt Deggendorfs, traditionell der Waldlauf "Kolem Ameriky" ("Rund um Amerika") statt. Er wurde in diesem Jahr bereits zum 93.mal durchgeführt und ist einer der ältesten Läufe in Tschechien überhaupt. Mit dabei als Teilnehmer war erneut ein Teil der Nordic Walking-Gruppe des Laufvereins unter der Leitung von Walter Körner. Seit vielen Jahren nimmt man gerne an der Veranstaltung teil, die immer der Partnerverein des LV, Atletika Písek, veranstaltet.

Die sportliche Betätigung in Písek war aber, wie immer bei den Ausflügen der LV-Nordic Walking-Gruppe, eingerahmt in ein kulturelles Programm. Walter Körner hatte bei der Anfahrt am 19. Oktober einen Besuch der Ortschaft Dobrá Voda (Gutwasser) mit seiner Kirche, die dem heiligen Gunther geweiht ist und der Bergsynagoge in Hartmanice (Hartmanitz), der einzigen rekonstruierten Synagoge im Böhmerwald, vorgesehen, sowie bei der Rückfahrt am 21. Oktober eine deutsche Führung in der Hrad Rabí (Burg Rabi), einer der ältesten Festungsanlagen Tschechiens, angemeldet.

Der wunderschöne Glasaltar in der Guntherkirche in Dobrá Voda (Gutwasser)

Sehr angetan war man bereits in der Kirche in Dobrá Voda, wo man vieles vom Heiligen Gunther und seinem Wirken erfuhr. Die Deggendorfer haben ja auch Bezug zu Gunther durch die Tatsache, dass er als gewöhnlicher Laien-Bruder in die Benediktiner Abtei Niederaltaich eintrat und wenige Jahre später als Einsiedler zunächst auf dem Ranzingerberg bei Lalling lebte und danach in Rinchnach ein Kloster gründete. Die Zeit bis zu seinem Lebensende verbrachte er dann als Einsiedler in einer Klause in der Nähe der heutigen Ortschaft Dobrá Voda. Die Guntherkirche wird seit einigen Jahren von einem sehr schönen Glasaltar geschmückt, bestehend aus vierzehn Glasskulpturen mit der Kreuzweg-Thematik sowie einer lebensgroßen Statue des Hl. Gunther. Dabei handelt es sich um Unikate, die von einer ortsansässigen Glaskünstlerin stammen.

Die Synagoge in Hartmanice ist seit 2006 als Museum zu besichtigen

Nach wenigen Kilometern erreichte die Gruppe den Ort Hartmanice, wo man die Synagoge besichtigte, die 2006 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden ist. Das Gebäude ist nach sieben Jahrzehnten des Verfalls durch den Bürgerverein "Gedenkstätte Hartmanitz" gerettet worden und stellt ein Denkmal dar, das u. a. das tschechisch-deutsch-jüdische Zusammenleben im Böhmerwald zeigt. Interessant sind auch ausgestellte Paare von Fotografien gleicher Ortschaften, wie sie vor bzw. nach Grenzöffnung ausgesehen haben.

Gegen 18.00 Uhr kamen die LVler in ihrer Unterkunft, dem Interhotel America in Písek an.
Der Start am Samstag früh erfolgte für die Nordic Walker um 08.50 Uhr direkt vor dem Hotel. Die Streckenlänge umfasste 6 km und war ganz anspruchsvoll.

Doppelsieg für die Nordic Walker des LV durch Cornelia Kiener/Walter Krammer und Ingrid Wastl/Walter Körner

Die Deggendorfer zeigten sich dabei in guter Form und konnten mit Walter Krammer und Walter Körner, sowie Cornelia Kiener und Ingrid Wastl in der Herren- und Damenkategorie je einen Doppelsieg feiern. Gemeinsam ins Ziel kam das LV-Quartett Gabi Achatz, Christine Riegel, Franz Söldenwagner und Heinz Burkhart, das die Route auch bravourös meisterte. Olga Baumgärtner und Karlheinz Esterl nahmen am Lauf teil, der gegen Mittag gestartet wurde. Olga belegte dabei auf ihrer 3,3 km langen Strecke Platz 4 in der W55 und Karlheinz landete auf Rang 11 über 4,9 km in der M50.

Nachmittags spazierte die Gruppe mit ihrem langjährigen Bekannten Jaroslav Pospisil in die Stadt zu einer Brauereiführung durch die neue (und einzige) Brauerei von Písek und abends traf man sich zum gemeinsamen Abendessen im bereits bekannten Lokal "U Rainerů".

Interessant war die Führung in der Burg Rabi, die ein Areal von 1 ha umfasst

Bei der Rückfahrt am 21. Oktober besichtigten die Deggendorfer die spätgotische Burgruine Rabi und hörte bei einer Führung viel Wissenswertes über die alte Festung. Der Kern der Burg entstand bereits Anfang des 13. Jahrhunderts und diente wegen ihrer günstigen Lage zum Schutze des Handelsweges zwischen Sušice (Schüttenhofen) und Horaždovice (Horaschdowitz). 1978 wurde die Burg zum nationalen Kulturdenkmal erklärt.

Nach einem Kaffeestopp in Železna Ruda erreichte die LV-Gruppe nachmittags wieder Deggendorf mit neuen Eindrücken und vielen interessanten Informationen.

LV-Nordic Walker trotzen Nebel und Regen bei Schachtenwanderung

von Walter Körner

In sechs Stunden über fünf Schachten 21 km zurückgelegt

Die NoWa-Gruppe des LV während der Schachtentour am Latschensee

Wochenlang blauer Himmel und Sonnenschein animierte die Nordic Walking-Gruppe des Laufvereins Deggendorf eine schon seit längerem geplante Schachtenwanderung zu unternehmen.
Als Termin suchte man sich den 3. Oktober als Feiertag aus, nachdem die Wettervorhersage auch in Ordnung war. Leider wendete sich das Wetter relativ kurzfristig und so reduzierte sich die Gruppe auf einen "harten Kern" von neun Personen. Diese wurden am Ausgangspunkt in Buchenau schon von Nebel und Nieselregen erwartet. Aber das tat der guten Stimmung innerhalb der Gruppe keinen Abbruch, Nordic Walking ist eben eine Freiluftsportart, bei der schlechtes Wetter kein Thema ist.

Der Weg durch die Latschenfilz zeigte sich sehr geheimnisvoll

Unter der Führung von Walter Körner ging es zunächst zur Trinkwassertalsperre Frauenau, wo logischerweise ein niedriger Wasserspiegel zu erkennen war. Bis zum Ende der Talsperre marschierten die LVler durch den Wald und dann weiter auf der Forststraße bis zum Forsthaus Schachten. Danach nutzte man den Wanderweg mit der Markierung "Borstgras" auf den Verlorenen Schachten, wo man im Schutze der Hütte der Waldvereinssektion Frauenau eine Brotzeit einlegte. Unverdrossen ging es dann weiter über den Beerenkopf, auch Almschachten genannt, über den Hochschachten zum Latschensee. Nach einer kurzen Pause folgte man der Markierung "Pestwurz" über die Latschenfilz zum Kohlschachten, über die immer faszinierende Zwieselter Filz zur Hirschbachschwelle. Am Himmel wurde es langsam heller und man hatte die Hoffnung, doch noch die Sonne zu sehen. Auf dem "Horizontalsteig" erreichte die Gruppe den Lindberger Schachten und stieg ab nach Buchenau. Die letzten Meter marschierte man auf der Hochschachtenstraße tatsächlich in der Sonne. Die Wanderung endete traditionsgemäß im Gasthaus "Latschensee" bei Kaffee und Kuchen. Für die meisten Teilnehmer war es eine neue, aber trotz des schlechten Wetters, schöne Erfahrung, die Schachten einmal unter dem Aspekt der Mystik kennenzulernen.